Nach unserer dreitägigen Tour mit fünf Fahrern quer durch die Vogesen und den Schwarzwald ist es Zeit für ein Resümee. Mit einer Altersspanne von 36 bis 73 Jahren war unsere Gruppe so bunt gemischt wie die Landschaften, die wir durchquert haben. Hier sind die Details für alle, die die Route nachfahren möchten oder die es einfach interessiert.

🌲 Die Vogesen: Keltische Götter und fahrerischer Anspruch

Unser Weg führte uns tief in das östliche Mittelgebirge Frankreichs. Die Vogesen sind weit mehr als nur eine Aneinanderreihung von Pässen; sie bilden zusammen mit dem Pfälzerwald eine beeindruckende Einheit von fast 8.000 km².

  • Wusstest du schon? Der Name leitet sich vermutlich vom Berg- und Waldgott Vosegus ab. Wenn man am Grand Ballon (1424 m) steht, kann man fast spüren, warum die Kelten und Römer diesen Bergen eine göttliche Aura zusprachen.

  • Fahrer-Tipp: Die Strecke hinter Straßburg Richtung Schirmeck wird deutlich anspruchsvoller. Hier sind Konzentration und saubere Kurventechnik (- die sind eigentlich immer -) gefragt – genau das, was wir Biker suchen.

💧 An den Ursprüngen: Mosel & Donau

20260502_100658-1024x473 Motorrad-Tour „Zu den Quellen“: Kurven, Kultur und kulinarische Premieren
Die Moselquelle

Das Ziel der Reise war namensgebend: die Quellen zweier bedeutender Flüsse.

  1. Die Moselquelle: Am Westrand des Col de Bussang entspringt die Mosel. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus einem kleinen, in Stein gefassten Rinnsal ein 544 km langer Strom wird, der schließlich in Koblenz in den Rhein mündet.

  2. Die Donauquelle: In Donaueschingen lernt man die alte Schulweisheit neu: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“. Auch wenn der pompöse Brunnen im Schlossgarten die symbolische Quelle markiert, ist die Breg geografisch gesehen der eigentliche Quellfluss.

  3.  Aber warum „Zu den Quellen 2.0“? (So der Titel des YouTube-Videos): Eigentlich war die Tour „1.0“ zu weiteren Quellen geplant, Rhein und Rhône standen mit auf dem Programm. Aber dafür war das jetzt frei gewordene Zeitfenster mit drei Tagen nicht groß genug. Deshalb hatte ich die Tour stark verkürzt und angepasst. Auch ein Abstecher zum Rheinfall bei Schaffhausen musste ausfallen. Und so wurde aus der ursprünglichen großen Tour: „Ad fontes – Zu den Quellen“ die „Zu den Quellen 2.0“-Tour. Die große Tour steht aber immer noch auf dem Programm – also seid gespannt.

🌭 Reisen verändert: Karl-Heinz und das kulinarische Neuland

Man sagt, Reisen bilde. In unserem Fall hat Reisen auch langjährige Essgewohnheiten verändert. Unser „knapp“ ältester Mitfahrer Karl-Heinz hat auf dieser Tour gleich zwei Premieren gefeiert: den ersten Cheeseburger seines Lebens in den Vogesen und den ersten Döner nach der Grenze in Schönau. Sein Fazit zum Döner: „Besser als das Filetsteak am Vorabend!“ So viel zum Thema, man sei zu alt für Neues.

🛠️ Service-Hinweis: Technik & Unterkunft

  • Navigation: Verlasst euch nicht blind auf ein Gerät. Während das TomTom uns gelegentlich zu abenteuerlichen Wendemanövern im unwegsamen Gelände zwang, war Google Maps oder der „gesunde Menschenverstand“ unser Retter aus Umleitungsschleifen. Manchmal kann eine „simple“ Landkarte (mit entsprechendem Maßstab) zur Orientierung ebenfalls sehr hilfreich sein. Digital um jeden Preis ist nicht die Lösung. 🤔😀

  • Übernachtung: Sehr zu empfehlen ist das Hotel Les Sapins (Le Ménil) für elsässische Gastlichkeit und das Bikerhotel Schützen (Bad Peterstal-Griesbach) für die perfekte Atmosphäre unter Gleichgesinnten.

🗺️ GPX-Downloads zur Tour

Hier findet ihr die aufgezeichneten Tracks unserer drei Tage zum Download für euer Navi:


Viel Spaß beim Nachfahren und immer die gummierte Seite nach unten! Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit „Navi-Fallen“ oder späten kulinarischen Entdeckungen gemacht? Schreibt es mir in die Kommentare .

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